Orte

Wien

Um den 12. bis zum 21 Februar: Reise nach Wien, Bahr soll einen Vortrag halten (abgesagt), Anna Bahr Mildenburg tritt in der Hofoper auf.

Bayreuther Festspiele

Am 19. Juni 1912 schreibt er an Kvapil aus Villach, dass er sich am Weg nach Bayreuth befinde.[1] Er nützt seinen Aufenthalt bei den Bayreuther Festspielen, bei denen seine Frau Anna Mildenburg singt, um mit verschiedenen Artikeln für den "Parsifalschutz" zu werben. Gemeint ist eine Änderung des Urheberrechts, so dass Bayreuth auch nach dem Auslaufen des Copyrights (30 Jahre nach Wagners Tod im Jahr 1913) Bayreuth das alleinige Aufführungsrecht am "Parsifal" besitzt.

Bayreuther Festspiele

Die Verpflichtung seiner Frau, bei den Bayreuther Festspielen aufzutreten, verhilft Bahr zu einem Aufenthalt in dem oberfränkischen Wagnerort. Nachdem der Austausch mit Gerhart Hauptmann am 15. Juli 1911 beginnt, ist das das Datum, zu dem er bereits anwesend sein muss. In seinem Nachruf auf Albert Niemann, den er im "Tagebuch" (14.1.1917) publizierte, schildert Bahr den Abend in Bayreuth, an dem er auf Niemann traf. (20. August 1911) Vom gleichen Tag ist auch ein Brief erhalten.

Steiermark

Eine Reise in die Steiermark beginnt Bahr am 3. Dezember 1916 mit einem eineinhalbtägigen Aufenthalt in Seckau. Am 5. geht's nach Graz, wo er einen Vortrag hält und am 9. Dezember heimreist. Es ist das erste, was das fortan veröffentlichte "Tagebuch" dokumentiert.

Dresden, Aussig, Leitmeritz und Prag

Nach dem Semesterschluss (inoffiziell, durch Adolf Wagner am 2. August 1884) besucht Bahr nach seiner Abreise am 9. zuerst Dresden, dann einen Prager Kartellbruder in Aussig (Ústí nad Labem) und reist dann weiter nach Leitmeritz (Litoměřice), wo sich irgend etwas mit den österreichischen Behörden ereignet, die ihm Probleme machen. (Genaueres Unklar, aber häufige Anspielung in den kommenden Jahren in den Briefen an den Vater. Schließlich will er zwei Tage in Prag verbringen. Danach reist er nach Linz.

Wien / Hugo Wolf

Ab Anfang März 1884 bis Ende April Aufenthalt in Wien. Die Postadresse ist "Fiedlers Restauration, Johannesgasse 2" im ersten Wiener Gemeindebezirk. Wohnhaft ist er aber im dritten Stock des Trattnerhof, wo er zusammen mit einem Freund und Hugo Wolf eine WG bildet. Tagebuch, 23. März 1930:
Ich war in meiner Jugend oft obdachlos, Hugo Wolf war es immer; und da nahm uns dann gelegentlich beide mein Couleurbruder Edmund Lang auf in seiner Hofwohnung des dritten Stockes im Trattnerhof.